Ratgeber · versicherung

Haushaltsversicherung: Worauf Sie wirklich achten sollten

Veröffentlicht am 12. Juli 2026 · MPEV Redaktion

Die Haushaltsversicherung gehört zu den am häufigsten abgeschlossenen — und am seltensten gelesenen — Polizzen Österreichs. Diese fünf Punkte entscheiden, ob sie im Ernstfall hält, was sie verspricht.

1. Versicherungssumme realistisch ansetzen

Wer die Summe zu niedrig wählt, spart ein paar Euro Prämie und riskiert die Unterversicherung: Im Schadensfall kürzt der Versicherer die Leistung anteilig — auch bei kleinen Schäden.

2. Neuwert statt Zeitwert

Gute Tarife ersetzen zum Neuwert: Sie bekommen, was die Neuanschaffung heute kostet. Zeitwert-Tarife ziehen die Abnutzung ab — bei einer fünf Jahre alten Couch bleibt dann wenig übrig.

3. Grobe Fahrlässigkeit einschließen

Die meisten Wohnungsbrände entstehen durch Unachtsamkeit. Ohne Einschluss der groben Fahrlässigkeit kann der Versicherer die Leistung kürzen oder verweigern.

4. Haftpflicht-Summe prüfen

Die in der Haushaltsversicherung enthaltene Privathaftpflicht sollte mindestens 1,5 Millionen Euro decken — Personenschäden werden schnell existenzbedrohend teuer.

5. Alte Polizzen vergleichen lassen

Tarife entwickeln sich weiter: Wer seit Jahren denselben Vertrag hat, zahlt oft mehr für weniger Deckung. Ein kostenloser Vergleich schafft Klarheit — wir helfen gerne.

Häufige Fragen

Wie hoch sollte die Versicherungssumme sein?

Als Faustregel je nach Ausstattung etwa 700 bis 900 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Zu niedrig angesetzt droht Unterversicherung — dann wird im Schadensfall anteilig gekürzt.

Ist grobe Fahrlässigkeit automatisch gedeckt?

Nein — in vielen Basistarifen nicht. Wer die Herdplatte vergisst oder die Kerze brennen lässt, geht dann leer aus. Achten Sie auf den Einschluss der groben Fahrlässigkeit, idealerweise ohne Deckelung.