Was ist Ablebensversicherung? Einfach erklärt
Die Ablebensversicherung zahlt den Hinterbliebenen eine vereinbarte Summe, wenn die versicherte Person während der Vertragslaufzeit stirbt.
Die Ablebensversicherung (in Deutschland: Risikolebensversicherung) ist der klassische Hinterbliebenenschutz: Stirbt die versicherte Person innerhalb der vereinbarten Laufzeit, erhalten die Begünstigten die vereinbarte Versicherungssumme ausbezahlt. Überlebt die versicherte Person die Laufzeit, gibt es keine Auszahlung — dafür ist die Prämie im Vergleich zu kapitalbildenden Produkten sehr günstig.
Ein Beispiel aus dem Alltag
Eine junge Familie in Wien-Simmering kauft eine Wohnung und nimmt dafür einen Kredit über 25 Jahre auf. Verdient hauptsächlich ein Elternteil, würde dessen Tod die Familie doppelt treffen: Das Einkommen fällt weg, die Kreditrate bleibt. Eine Ablebensversicherung über die offene Kreditsumme schließt genau diese Lücke — oft schon um den Preis von zwei, drei Kaffeehausbesuchen im Monat.
Warum das für Sie wichtig ist
Wer Kinder, einen Kredit oder einen Partner ohne eigenes Einkommen hat, trägt Verantwortung über das eigene Leben hinaus. Die Höhe der Versicherungssumme sollte zur tatsächlichen Lücke passen: offene Kredite plus mehrere Jahresnettoeinkommen sind eine gängige Faustregel — keine starre Vorgabe. Wichtig sind ehrliche Gesundheitsangaben beim Antrag, denn falsche Angaben können den Versicherungsschutz gefährden. Und: Die Prämie hängt stark von Alter, Gesundheitszustand und Rauchverhalten ab — ein früher Abschluss ist meist deutlich günstiger.
Häufige Fragen
Wer bekommt das Geld aus einer Ablebensversicherung?
Die in der Polizze eingetragene bezugsberechtigte Person — das können Ehepartner, Kinder oder auch die Bank sein, wenn die Versicherung einen Kredit absichert. Ohne Nennung fällt die Leistung in der Regel in den Nachlass.
Was passiert, wenn ich die Laufzeit überlebe?
Dann endet der Vertrag ohne Auszahlung — die reine Ablebensversicherung ist ein Risikoschutz, kein Sparprodukt. Genau deshalb sind die Prämien deutlich niedriger als bei kapitalbildenden Lebensversicherungen.
Verwandte Begriffe
Die Deckungssumme ist der Höchstbetrag, den die Versicherung je Schadensfall oder Versicherungsperiode maximal leistet — die Obergrenze Ihres Schutzes.
PolizzeDie Polizze ist die österreichische Bezeichnung für den Versicherungsschein — die Urkunde, die den Inhalt Ihres Versicherungsvertrags dokumentiert.
WartefristDie Wartefrist ist der Zeitraum nach Vertragsbeginn, in dem für bestimmte Leistungen noch kein Versicherungsschutz besteht — trotz laufender Prämienzahlung.