Was ist Polizze? Einfach erklärt
Die Polizze ist die österreichische Bezeichnung für den Versicherungsschein — die Urkunde, die den Inhalt Ihres Versicherungsvertrags dokumentiert.
Polizze ist das österreichische Wort für den Versicherungsschein — in Deutschland sagt man „Police“. Sie ist die Urkunde, mit der der Versicherer den Abschluss des Versicherungsvertrags bestätigt, und enthält die Eckdaten: versicherte Person oder Sache, Versicherungssumme, Prämie, Laufzeit, Selbstbehalte und die geltenden Bedingungen.
Ein Beispiel aus dem Alltag
Nach einem Wasserschaden in der Küche sucht ein Mieter in Wien hektisch nach seinen Unterlagen: Deckt die Haushaltsversicherung den Schaden am Laminat? Ein Blick in die Polizze klärt es — dort stehen Versicherungssumme, eingeschlossene Gefahren und der vereinbarte Selbstbehalt. Wer seine Polizzen digital ablegt, erspart sich in solchen Momenten die Suche im Ordnerchaos.
Warum das für Sie wichtig ist
Die Polizze ist Ihr zentrales Beweisdokument: Im Schadensfall zählt, was dort — samt Bedingungen — vereinbart ist, nicht, was man zu erinnern glaubt. Lesen Sie neue Polizzen nach Erhalt durch und prüfen Sie, ob Name, Adresse, versicherte Risiken und Summen stimmen; Abweichungen vom Antrag sollten Sie rasch reklamieren. Sinnvoll ist außerdem ein regelmäßiger Polizzen-Check alle paar Jahre: Lebensumstände ändern sich, und eine veraltete Polizze passt oft nicht mehr zum tatsächlichen Bedarf — etwa nach Umzug, Familienzuwachs oder größeren Anschaffungen.
Häufige Fragen
Ist die Polizze dasselbe wie der Versicherungsvertrag?
Die Polizze ist die Urkunde über den Vertrag, nicht der Vertrag selbst. Der Vertrag kommt durch Antrag und Annahme zustande — die Polizze dokumentiert, was vereinbart wurde, und ist Ihr wichtigster Nachweis im Leistungsfall.
Was tun, wenn ich meine Polizze verloren habe?
Kein Grund zur Sorge: Der Versicherer stellt auf Anfrage eine Zweitschrift (Ersatzurkunde) aus. Der Versicherungsschutz selbst hängt nicht am Papier, sondern am aufrechten Vertrag.
Verwandte Begriffe
Die Deckungssumme ist der Höchstbetrag, den die Versicherung je Schadensfall oder Versicherungsperiode maximal leistet — die Obergrenze Ihres Schutzes.
SelbstbehaltDer Selbstbehalt ist jener Teil eines Schadens, den Sie selbst tragen — erst darüber hinaus zahlt die Versicherung. Er senkt im Gegenzug die Prämie.
VersicherungsagentEin Versicherungsagent vermittelt Versicherungen im Auftrag eines oder mehrerer Versicherer — ein in Österreich reglementiertes Gewerbe mit Registereintrag.