Was ist Gesetzliche Pension? Einfach erklärt
Die gesetzliche Pension ist die staatliche Alterspension aus dem österreichischen Umlagesystem, finanziert durch laufende Beiträge der Erwerbstätigen. Ihre Höhe ergibt sich aus dem Pensionskonto.
Die gesetzliche Pension ist die staatliche Altersversorgung in Österreich und bildet die sogenannte erste Säule der Alterssicherung. Sie funktioniert nach dem Umlageverfahren: Die Beiträge, die Erwerbstätige heute in die Pensionsversicherung einzahlen, finanzieren die laufenden Pensionen der aktuellen Pensionsbezieherinnen und -bezieher. Grundlage für die spätere Höhe Ihrer Pension ist das Pensionskonto, auf dem Ihre Beitragsjahre und Ihre versicherten Einkommen über das gesamte Erwerbsleben gesammelt werden. Wie hoch die staatliche Pension am Ende ausfällt, richtet sich also danach, wie lange und in welcher Höhe Beiträge eingezahlt wurden.
Ein Beispiel aus dem Alltag
Herr Berger aus Wien-Favoriten ist Mitte fünfzig und blickt zum ersten Mal genauer auf seine Pensionsvorsorge. Er hat viele Jahre gearbeitet, dazwischen aber eine längere Phase in Teilzeit und eine Zeit ohne Beschäftigung. Als er sich sein Pensionskonto ansieht, stellt er fest, dass sein zu erwartender monatlicher Betrag spürbar niedriger liegt als sein jetziges Einkommen. Ihm wird bewusst, dass die gesetzliche Pension seinen gewohnten Lebensstandard allein nicht abdecken wird, und er beginnt zu überlegen, wie er die Differenz rechtzeitig ausgleichen kann.
Warum das für Sie wichtig ist
Die gesetzliche Pension ist für die meisten Menschen in Österreich das Fundament der Altersversorgung, deckt aber häufig nicht das gesamte bisherige Einkommen ab. Die Differenz zwischen dem letzten Aktivbezug und der späteren Pension wird als Pensionslücke bezeichnet. Wer früh weiß, mit welchem Betrag aus der staatlichen Pension zu rechnen ist, kann seine Vorsorge in Ruhe planen und eine mögliche Lücke gezielt schließen. Ein Blick auf das eigene Pensionskonto ist dafür der sinnvolle erste Schritt.
Häufige Fragen
Reicht die gesetzliche Pension aus, um meinen Lebensstandard zu halten?
Die gesetzliche Pension bildet die Basis der Altersversorgung, ersetzt aber in vielen Fällen nicht das gesamte frühere Einkommen. Die Differenz zwischen dem letzten Aktivbezug und der Pension wird als Pensionslücke bezeichnet. Ob und wie groß diese Lücke bei Ihnen ausfällt, hängt von Ihrem individuellen Erwerbsverlauf ab und lässt sich am besten anhand Ihres Pensionskontos einschätzen.
Wovon hängt die Höhe meiner gesetzlichen Pension ab?
Grundlage ist Ihr Pensionskonto, auf dem Ihre Versicherungszeiten und die versicherten Einkommen über das gesamte Erwerbsleben erfasst werden. Grundsätzlich gilt: Je länger Sie Beiträge einzahlen und je höher diese ausfallen, desto höher ist später Ihre staatliche Pension. Die Beträge werden zudem jährlich angepasst.
Verwandte Begriffe
Das Pensionskonto ist das staatliche Konto, auf dem Ihre Gutschriften zur gesetzlichen Pension gesammelt werden — einsehbar online, etwa über FinanzOnline.
PensionslückeDie Pensionslücke ist die Differenz zwischen dem letzten Netto-Aktiveinkommen und der zu erwartenden gesetzlichen Pension – sie zeigt, wie viel privat vorgesorgt werden sollte.
PensionsantrittsalterDas Pensionsantrittsalter ist das gesetzliche Regelalter für die Alterspension in Österreich: für Männer 65 Jahre, für Frauen wird es ab 2024 schrittweise von 60 auf 65 Jahre angehoben.
AufwertungsfaktorDer Aufwertungsfaktor passt frühere Beitragsgrundlagen am Pensionskonto an die allgemeine Lohnentwicklung an, damit alte Einkommen ihren Wert für die spätere Pension behalten.