Lexikon · Energie

Was ist Einspeisetarif? Einfach erklärt

Der Einspeisetarif ist die Vergütung, die Sie für selbst erzeugten Strom erhalten, den Sie ins öffentliche Netz einspeisen – etwa aus Ihrer PV-Anlage.

Der Einspeisetarif ist der Preis, den Sie für jede Kilowattstunde Strom bekommen, die Ihre eigene Anlage erzeugt und ins öffentliche Netz einspeist. Wer eine Photovoltaikanlage auf dem Dach hat, verbraucht in der Regel nur einen Teil des erzeugten Stroms selbst. Der Überschuss, der gerade nicht gebraucht wird, fließt ins Netz – und genau dafür zahlt Ihnen der Abnehmer eine Vergütung. Wie hoch dieser Tarif ausfällt, hängt vom gewählten Abnehmer, von der Vertragsart und von der aktuellen Marktlage ab; manche Verträge sichern einen festen Betrag zu, andere orientieren sich am schwankenden Marktpreis.

Ein Beispiel aus dem Alltag

Familie Berger in Wien-Favoriten hat sich eine Photovoltaikanlage auf ihr Reihenhaus setzen lassen. An einem sonnigen Sommertag ist niemand zu Hause: Die Waschmaschine läuft nicht, der Herd bleibt kalt, und trotzdem produzieren die Module fleißig Strom. Statt ungenutzt zu verpuffen, wandert dieser Überschuss ins Netz. Am Jahresende sehen die Bergers auf der Abrechnung, dass ihnen für diese eingespeisten Kilowattstunden eine Gutschrift angerechnet wurde. So senkt die Anlage nicht nur die eigene Stromrechnung durch den Eigenverbrauch, sondern bringt für den überschüssigen Strom auch noch eine Vergütung.

Warum das für Sie wichtig ist

Der Einspeisetarif entscheidet mit darüber, wie schnell sich eine PV-Anlage rechnet. Je mehr Sie für Ihren eingespeisten Strom erhalten, desto attraktiver wird die Investition. Weil sich die Konditionen zwischen den Abnehmern deutlich unterscheiden und laufend an den Markt angepasst werden, lohnt sich ein genauer Blick auf den Vertrag. Ebenso wichtig ist das Verhältnis von Eigenverbrauch und Einspeisung: Oft ist es günstiger, möglichst viel selbst zu nutzen. Wer plant, überschüssigen Strom gemeinsam mit anderen zu verwerten, sollte auch das Modell der Energiegemeinschaft prüfen.

Häufige Fragen

Wovon hängt die Höhe des Einspeisetarifs ab?

Die Höhe richtet sich nach dem gewählten Abnehmer und der Vertragsart. Manche Verträge sichern einen festen Betrag pro Kilowattstunde zu, andere orientieren sich am schwankenden Marktpreis. Es lohnt sich, die Konditionen mehrerer Anbieter zu vergleichen, da diese laufend angepasst werden.

Ist es besser, den Strom selbst zu verbrauchen oder einzuspeisen?

In den meisten Fällen ist der Eigenverbrauch wirtschaftlich attraktiver, weil Sie sich dadurch den Zukauf von teurerem Netzstrom sparen. Der Einspeisetarif für überschüssigen Strom liegt in der Regel niedriger als der Preis, den Sie selbst für bezogenen Strom zahlen würden. Ein hoher Eigenverbrauchsanteil verbessert daher meist die Gesamtbilanz Ihrer Anlage.

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