Was ist Floater-Tarif? Einfach erklärt
Ein Floater-Tarif ist ein Stromtarif, dessen Arbeitspreis an einen Börsen- oder Großhandelsindex gekoppelt ist und sich regelmäßig ändert – mit Chance auf niedrigere Preise, aber höherem Schwankungsrisiko.
Ein Floater-Tarif (auch als flexibler oder indexierter Tarif bezeichnet) ist ein Stromtarif, bei dem der Arbeitspreis nicht fest vereinbart, sondern an einen Börsen- oder Großhandelsindex gekoppelt ist. Der Preis pro Kilowattstunde „floatet“ also mit dem Markt und wird in regelmäßigen Abständen neu berechnet. Sinken die Preise am Großhandelsmarkt, kann sich das für Sie in einer niedrigeren Rechnung niederschlagen; steigen sie, zahlen Sie entsprechend mehr. Der Grundpreis und die staatlich geregelten Bestandteile wie Netzentgelt und Steuern bleiben davon in der Regel unberührt. Ein Floater-Tarif ist damit das Gegenstück zum Festpreistarif, bei dem der Arbeitspreis für einen vereinbarten Zeitraum gleich bleibt.
Ein Beispiel aus dem Alltag
Frau Berger aus Wien-Favoriten wechselt zu einem Floater-Tarif, weil die Großhandelspreise gerade niedrig sind und sie sich eine günstigere Stromrechnung erhofft. In den ersten Monaten geht die Rechnung tatsächlich zurück. Als im Winter die Marktpreise wieder anziehen, steigt auch ihr Arbeitspreis, und die monatliche Teilzahlung fällt höher aus. Frau Berger merkt: Der Tarif belohnt sie in ruhigen Marktphasen, verlangt ihr in unruhigen Phasen aber ein wenig Gelassenheit ab. Wer die Entwicklung nicht ständig verfolgen möchte, empfindet solche Schwankungen mitunter als unangenehm.
Warum das für Sie wichtig ist
Ob ein Floater-Tarif zu Ihnen passt, hängt vor allem von Ihrer Risikobereitschaft ab. Wer flexibel ist, den Markt beobachtet und Schwankungen aushält, kann in günstigen Phasen profitieren. Wer dagegen planbare, gleichbleibende Kosten bevorzugt, ist mit einem Festpreistarif oft besser aufgehoben. Wichtig ist, dass Sie die Preisgleitklausel und die Kündigungsfristen im Vertrag verstehen, bevor Sie sich entscheiden. Als Energie-Vermittler in Wien stellen wir von MPEV die Unterschiede zwischen Floater- und Festpreistarifen gegenüber, damit Sie eine Wahl treffen, die zu Ihrem Verbrauch und Ihrem Sicherheitsbedürfnis passt.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen einem Floater-Tarif und einem Festpreistarif?
Beim Floater-Tarif ist der Arbeitspreis an einen Börsen- oder Großhandelsindex gekoppelt und ändert sich regelmäßig. Beim Festpreistarif bleibt der Arbeitspreis für einen vereinbarten Zeitraum unverändert. Der Floater bietet die Chance auf niedrigere Preise, bringt aber ein höheres Schwankungsrisiko mit sich, während der Festpreistarif Planungssicherheit bietet.
Für wen eignet sich ein Floater-Tarif?
Ein Floater-Tarif passt vor allem zu Personen, die den Strommarkt beobachten und mit schwankenden Kosten umgehen können. Wer in günstigen Marktphasen sparen möchte und Preisänderungen aushält, kann davon profitieren. Wer hingegen gleichbleibende, planbare Rechnungen bevorzugt, ist mit einem Festpreistarif meist besser beraten.
Verwandte Begriffe
Ein Festpreistarif ist ein Stromtarif, bei dem der Energiepreis für eine vereinbarte Dauer garantiert unverändert bleibt – Planungssicherheit gegen einen meist etwas höheren Einstiegspreis.
PreisgleitklauselDie Preisgleitklausel erlaubt dem Energielieferanten, den Preis während der Vertragslaufzeit an einen Index anzupassen – das Gegenstück zum garantierten Festpreis.
ArbeitspreisDer Arbeitspreis ist der Preis je verbrauchter Kilowattstunde Strom oder Gas in Cent. Gemeinsam mit dem Grundpreis bildet er Ihre Energiekosten.
LieferantenwechselDer Lieferantenwechsel ist der Wechsel des Strom- oder Gasanbieters. Netzbetreiber und Leitung bleiben gleich, die Versorgung läuft dabei lückenlos weiter.