Was ist Korridorpension? Einfach erklärt
Die Korridorpension ermöglicht in Österreich den vorzeitigen Pensionsantritt im sogenannten Pensionskorridor – einige Jahre vor dem Regelpensionsalter, gegen dauerhafte Abschläge.
Die Korridorpension ist eine Form der vorzeitigen Alterspension in Österreich. Sie erlaubt es, den Ruhestand einige Jahre vor dem regulären Pensionsantrittsalter anzutreten – innerhalb eines Zeitfensters, das als „Pensionskorridor“ bezeichnet wird. Voraussetzung ist eine ausreichende Anzahl an Versicherungsjahren. Weil die Pension damit früher und über einen längeren Zeitraum bezogen wird, sind dauerhafte Abschläge auf die monatliche Pensionshöhe verbunden. Das genaue Zugangsalter, die Höhe der Abschläge und die konkreten Anspruchsvoraussetzungen richten sich nach der jeweils gültigen Rechtslage und Ihrer persönlichen Versicherungsbiografie – die Regeln wurden in den vergangenen Jahren mehrfach angepasst.
Ein Beispiel aus dem Alltag
Herr Novak aus Wien-Favoriten arbeitet seit vielen Jahrzehnten durchgehend. Sein Rücken macht ihm zunehmend zu schaffen, und er überlegt, ob er nicht früher in Pension gehen könnte, statt bis zum Regelpensionsalter durchzuhalten. Bei der Pensionsversicherung lässt er prüfen, ob er über die Korridorpension bereits vorzeitig antreten könnte – das hängt davon ab, ob er das erforderliche Zugangsalter erreicht und genügend Versicherungsjahre gesammelt hat. Ihm ist dabei wichtig zu verstehen, dass jeder Monat früher seine monatliche Pension dauerhaft verringert. Er rechnet in Ruhe durch, ob der frühere Ausstieg und das dadurch etwas kleinere Einkommen für ihn und seine Frau finanziell gut zusammenpassen.
Warum das für Sie wichtig ist
Die Korridorpension gibt Ihnen die Möglichkeit, den Zeitpunkt Ihres Ruhestands flexibler zu wählen – ein früherer Ausstieg hat allerdings seinen Preis in Form dauerhaft niedrigerer Bezüge. Wer diese Option in Betracht zieht, tut gut daran, die spätere Pensionshöhe frühzeitig einzuschätzen und eine mögliche Pensionslücke zu bedenken. Genau hier kann eine private Vorsorge helfen, den Einkommensunterschied auszugleichen. Als Versicherungsvermittler in Wien unterstützen wir Sie dabei, Ihre Absicherung so aufzustellen, dass ein früherer Pensionsantritt für Sie tragbar bleibt.
Häufige Fragen
Ab welchem Alter kann ich die Korridorpension in Anspruch nehmen?
Die Korridorpension ermöglicht einen Antritt einige Jahre vor dem Regelpensionsalter, innerhalb des sogenannten Pensionskorridors. Das genaue frühestmögliche Zugangsalter ist gesetzlich festgelegt, wurde zuletzt aber schrittweise angehoben und hängt unter anderem von Ihrem Geburtsjahrgang ab. Zusätzlich müssen Sie eine ausreichende Anzahl an Versicherungsjahren nachweisen. Ob und ab wann Sie die Voraussetzungen erfüllen, hängt von Ihrer persönlichen Versicherungsbiografie ab und wird von der Pensionsversicherung geprüft.
Warum ist meine Pension bei der Korridorpension niedriger?
Wer früher als zum regulären Pensionsantrittsalter in Pension geht, bezieht die Leistung über einen längeren Zeitraum. Deshalb werden dauerhafte Abschläge auf die monatliche Pensionshöhe berechnet. Diese Kürzung bleibt in der Regel für die gesamte Bezugsdauer bestehen, weshalb ein früherer Antritt gut überlegt sein will.
Verwandte Begriffe
Das Pensionsantrittsalter ist das gesetzliche Regelalter für die Alterspension in Österreich: für Männer 65 Jahre, für Frauen wird es ab 2024 schrittweise von 60 auf 65 Jahre angehoben.
PensionslückeDie Pensionslücke ist die Differenz zwischen dem letzten Netto-Aktiveinkommen und der zu erwartenden gesetzlichen Pension – sie zeigt, wie viel privat vorgesorgt werden sollte.
Gesetzliche PensionDie gesetzliche Pension ist die staatliche Alterspension aus dem österreichischen Umlagesystem, finanziert durch laufende Beiträge der Erwerbstätigen. Ihre Höhe ergibt sich aus dem Pensionskonto.
SchwerarbeitspensionDie Schwerarbeitspension ermöglicht in Österreich einen früheren Pensionsantritt für Menschen, die viele Monate unter körperlich oder psychisch belastenden Bedingungen gearbeitet haben.