Lexikon · Versicherung

Was ist Motorbezogene Versicherungssteuer? Einfach erklärt

Die motorbezogene Versicherungssteuer ist eine österreichische Steuer, die zusammen mit der KFZ-Haftpflichtprämie eingehoben wird. Ihre Höhe richtet sich seit 2020 nach Leistung und CO2-Ausstoß.

Die motorbezogene Versicherungssteuer ist eine in Österreich vorgeschriebene Abgabe, die gemeinsam mit der Prämie für die KFZ-Haftpflichtversicherung eingehoben wird. Sie erscheint also nicht als eigene Vorschreibung, sondern ist Teil des Betrags, den Sie an Ihre Versicherung zahlen, die diese Steuer wiederum an den Staat weiterleitet. Seit einer Neuregelung im Jahr 2020 bemisst sich die Höhe der Steuer bei vielen Fahrzeugen nicht mehr allein nach dem Hubraum, sondern nach einer Kombination aus Motorleistung (in Kilowatt) und CO2-Ausstoß. Dadurch fällt sie für leistungsstarke oder emissionsintensive Fahrzeuge tendenziell höher aus als für sparsame Modelle.

Ein Beispiel aus dem Alltag

Frau Berger aus Wien-Favoriten kauft sich einen neuen Kombi und schließt dafür wie vorgeschrieben eine KFZ-Haftpflichtversicherung ab. Als sie die erste Vorschreibung erhält, wundert sie sich, dass der Gesamtbetrag höher ist als die reine Versicherungsprämie, die ihr genannt wurde. Beim genaueren Hinsehen erkennt sie, dass ein Teil auf die motorbezogene Versicherungssteuer entfällt, deren Höhe sich an der Leistung und dem CO2-Wert ihres Fahrzeugs orientiert. Ihr Nachbar mit einem kleineren, sparsameren Auto zahlt bei vergleichbarer Prämie einen niedrigeren Steueranteil, und Frau Berger versteht nun, warum die Wahl des Fahrzeugs auch die laufenden Kosten mitbestimmt.

Warum das für Sie wichtig ist

Die motorbezogene Versicherungssteuer ist ein fixer Bestandteil der laufenden Kosten eines Fahrzeugs und lässt sich nicht durch einen Versicherungswechsel vermeiden, weil sie gesetzlich festgelegt ist. Wer den Kauf eines Autos plant, sollte diese Abgabe von Anfang an mitbedenken, da Leistung und CO2-Ausstoß spürbar auf die jährliche Belastung durchschlagen. Wir helfen Ihnen dabei, die Gesamtkosten Ihrer KFZ-Absicherung transparent zu machen und die passende Haftpflichtdeckung zu finden, damit Sie wissen, welcher Anteil Prämie und welcher Anteil Steuer ist.

Häufige Fragen

Kann ich die motorbezogene Versicherungssteuer durch einen Versicherungswechsel senken?

Nein, die Höhe der Steuer ist gesetzlich geregelt und richtet sich nach Motorleistung und CO2-Ausstoß Ihres Fahrzeugs, nicht nach dem gewählten Anbieter. Ein Wechsel der Versicherung kann daher nur die Prämie beeinflussen, nicht den Steueranteil. Spürbaren Einfluss auf die Steuer hat vor allem die Wahl des Fahrzeugs selbst.

Wovon hängt die Höhe der motorbezogenen Versicherungssteuer ab?

Seit der Neuregelung im Jahr 2020 bemisst sie sich bei vielen Fahrzeugen nach einer Kombination aus Motorleistung in Kilowatt und CO2-Ausstoß. Leistungsstarke oder emissionsintensive Fahrzeuge werden dadurch tendenziell höher belastet als sparsame Modelle. Die genauen Berechnungswerte werden gesetzlich vorgegeben.

Warum bekomme ich in Österreich keinen eigenen Kfz-Steuerbescheid?

Weil die Steuer hier nicht von einer Behörde vorgeschrieben, sondern vom Haftpflichtversicherer gemeinsam mit der Prämie eingehoben und an den Staat abgeführt wird. Wer aus Deutschland zuzieht, wartet daher vergeblich auf einen Bescheid vom Zoll. Solange das Fahrzeug angemeldet und haftpflichtversichert ist, ist die Abgabe mit der Vorschreibung Ihrer Versicherung erledigt.

Bekomme ich die Steuer zurück, wenn ich das Auto abmelde?

Mit der Abmeldung des Kennzeichens endet die Haftpflichtversicherung und damit auch die Steuerpflicht für dieses Fahrzeug. Haben Sie die Prämie bereits für einen längeren Zeitraum im Voraus bezahlt, rechnet der Versicherer den nicht genutzten Teil ab und schreibt die zu viel eingehobene Steuer gut. Voraussetzung ist, dass die Abmeldung tatsächlich erfolgt und dem Versicherer gemeldet wird.

Zahle ich weniger, wenn ich die Prämie jährlich statt monatlich begleiche?

Der Steuersatz selbst ändert sich durch die Zahlungsweise nicht, das Gesetz sieht bei unterjähriger Zahlung aber einen Zuschlag vor. Wer monatlich oder vierteljährlich zahlt, kommt aufs Jahr gerechnet daher etwas höher heraus als bei jährlicher Zahlung. Wie groß der Unterschied bei Ihrem Fahrzeug ausfällt, sehen Sie auf der Vorschreibung, in der Prämie und Steueranteil getrennt ausgewiesen sind.

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