Was ist Vollkasko? Einfach erklärt
Die Vollkasko deckt selbstverschuldete Schäden am eigenen Fahrzeug sowie alle Teilkasko-Risiken ab und wird üblicherweise mit einem Selbstbehalt vereinbart.
Die Vollkaskoversicherung ist der umfassendste freiwillige Schutz für das eigene Auto. Sie kommt für Schäden am eigenen Fahrzeug auch dann auf, wenn Sie den Unfall selbst verursacht haben, und schließt zusätzlich alle Leistungen der Teilkasko mit ein, etwa bei Diebstahl, Sturm, Hagel, Glasbruch oder Wildunfall. In der Regel wird ein Selbstbehalt vereinbart: Bis zu diesem Betrag tragen Sie den Schaden selbst, den darüber hinausgehenden Teil übernimmt die Versicherung. Die Höhe der Prämie richtet sich unter anderem nach Fahrzeugtyp, Alter, Wohnort und dem gewählten Selbstbehalt.
Ein Beispiel aus dem Alltag
Sie parken Ihren jungen Gebrauchtwagen rückwärts in einer engen Gasse in Wien-Landstraße aus und übersehen einen Poller. Der Kotflügel ist eingedrückt, die Reparatur in der Werkstatt wird spürbar teuer. Weil Sie den Schaden selbst verursacht haben, würde eine reine Haftpflicht- oder Teilkaskoversicherung hier nicht einspringen. Mit einer Vollkasko dagegen wird der Schaden am eigenen Auto übernommen, abzüglich des vereinbarten Selbstbehalts, den Sie beim Reparaturauftrag selbst beisteuern.
Warum das für Sie wichtig ist
Ob sich eine Vollkasko lohnt, hängt vor allem vom Wert und Alter Ihres Fahrzeugs ab. Bei einem neuen oder finanzierten Auto kann ein selbstverschuldeter Totalschaden ohne diesen Schutz zu einer erheblichen finanziellen Belastung werden. Bei einem älteren Wagen mit geringem Zeitwert steht die Prämie den möglichen Leistungen oft nicht mehr im Verhältnis, sodass eine Teilkasko genügen kann. Über den Selbstbehalt lässt sich die Prämie zusätzlich steuern: Ein höherer Selbstbehalt senkt den Beitrag, verlagert aber mehr Kosten in den Schadenfall. Wir vergleichen für Sie die Angebote und finden die Deckung, die zu Ihrem Fahrzeug und Ihrem Budget passt.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Vollkasko und Teilkasko?
Die Teilkasko deckt Schäden am eigenen Fahrzeug durch äußere Ereignisse wie Diebstahl, Sturm, Hagel, Glasbruch oder Wildunfall. Die Vollkasko schließt alle diese Teilkasko-Risiken mit ein und übernimmt zusätzlich selbstverschuldete Schäden am eigenen Auto sowie Schäden durch Vandalismus. Sie ist damit der umfassendere, aber auch teurere Schutz.
Muss ich bei einem Vollkaskoschaden immer einen Selbstbehalt zahlen?
In den meisten Vollkasko-Tarifen ist ein Selbstbehalt vereinbart, den Sie im Schadenfall selbst tragen. Die Höhe legen Sie bei Vertragsabschluss fest und beeinflussen damit auch Ihre Prämie. Es gibt Tarife ohne Selbstbehalt, diese sind jedoch in der Regel mit einer höheren Prämie verbunden.
Verwandte Begriffe
Die Teilkasko ist eine freiwillige Kfz-Versicherung, die bestimmte benannte Schäden am eigenen Auto abdeckt – etwa Diebstahl, Glasbruch, Sturm, Hagel, Wildschaden und Brand.
SelbstbehaltDer Selbstbehalt ist jener Teil eines Schadens, den Sie selbst tragen — erst darüber hinaus zahlt die Versicherung. Er senkt im Gegenzug die Prämie.
KFZ-HaftpflichtversicherungDie KFZ-Haftpflichtversicherung ist in Österreich gesetzlich vorgeschrieben und deckt Schäden, die Sie mit Ihrem Fahrzeug anderen zufügen. Ohne sie darf kein Auto zugelassen werden.
SchadenfreiheitsrabattDer Schadenfreiheitsrabatt ist ein Prämiennachlass, den Sie sich in der KFZ-Versicherung durch schadenfrei gefahrene Jahre erarbeiten – geregelt über das Bonus-Malus-System.