Was ist ÖGK – Österreichische Gesundheitskasse? Einfach erklärt
Die ÖGK ist der größte gesetzliche Krankenversicherungsträger Österreichs für unselbständig Beschäftigte und ihre Angehörigen, seit 2020 bundesweit vereinheitlicht.
Die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) ist der größte gesetzliche Krankenversicherungsträger in Österreich. Sie versichert unselbständig Beschäftigte samt deren mitversicherten Angehörigen und ist seit 2020 bundesweit zu einem einheitlichen Träger zusammengeführt – zuvor gab es je Bundesland eine eigene Gebietskrankenkasse. Wer angestellt arbeitet, ist in aller Regel automatisch bei der ÖGK pflichtversichert; der Beitrag wird gemeinsam von Dienstnehmer und Dienstgeber getragen und über die Lohnverrechnung abgeführt. Abgedeckt sind unter anderem ärztliche Behandlung, Spitalsaufenthalte, Medikamente und Leistungen bei Krankheit oder Mutterschaft.
Ein Beispiel aus dem Alltag
Frau Berger aus Wien-Favoriten beginnt einen neuen Job in einem Büro. Um die Anmeldung bei der ÖGK muss sie sich nicht selbst kümmern – das erledigt ihr Arbeitgeber. Als sie wenige Monate später mit einer hartnäckigen Bronchitis zur Hausärztin geht, genügt die e-card: Die Behandlung läuft über die ÖGK, für gängige Leistungen zahlt sie an der Ordination nichts extra. Fällt sie länger aus, springt nach der Entgeltfortzahlung durch den Dienstgeber unter bestimmten Voraussetzungen das Krankengeld der ÖGK ein. Den Grundschutz hat sie also, ohne einen einzigen Vertrag unterschrieben zu haben.
Warum das für Sie wichtig ist
Die ÖGK bildet für Angestellte das Fundament der Gesundheitsversorgung – aber sie deckt bewusst eine Grundversorgung ab, nicht jeden Wunsch. Ein Einbettzimmer im Spital, freie Arztwahl in der Sonderklasse oder kürzere Wartezeiten bei planbaren Eingriffen gehören meist nicht zum gesetzlichen Leistungsumfang. Genau hier setzt eine private Krankenzusatzversicherung an: Sie ergänzt die ÖGK, ohne sie zu ersetzen. Es lohnt sich zu wissen, was Ihre gesetzliche Kasse leistet und wo eine spürbare Lücke bleibt – dann können Sie in Ruhe entscheiden, ob und wie Sie zusätzlich vorsorgen möchten. Als Versicherungsvermittler in Wien ordnen wir für Sie ein, welche Ergänzung zu Ihrer Situation passt.
Häufige Fragen
Wer ist bei der ÖGK versichert?
Grundsätzlich alle unselbständig Beschäftigten in Österreich sowie deren mitversicherte Angehörige, etwa Kinder oder ein Partner ohne eigenes Einkommen. Die Versicherung entsteht durch das Dienstverhältnis, die Anmeldung übernimmt der Arbeitgeber. Selbständige sind dagegen in der Regel bei der SVS versichert.
Brauche ich zusätzlich zur ÖGK noch eine private Krankenversicherung?
Notwendig ist das nicht, denn die ÖGK deckt die medizinische Grundversorgung ab. Wer aber Wert auf Sonderklasse im Spital, freie Arztwahl oder kürzere Wartezeiten legt, schließt diese Lücken mit einer privaten Krankenzusatzversicherung. Ob sich das für Sie lohnt, hängt von Ihren persönlichen Wünschen und Ihrem Budget ab.
Verwandte Begriffe
Die SVS ist der gesetzliche Träger der Kranken-, Pensions- und Unfallversicherung für Selbständige und Gewerbetreibende in Österreich.
KrankenzusatzversicherungDie Krankenzusatzversicherung ergänzt in Österreich die gesetzliche Krankenversicherung – etwa um Sonderklasse im Spital, freie Arztwahl oder kürzere Wartezeiten auf Behandlungen.
SonderklasseSonderklasse bezeichnet die bevorzugte Unterbringung und Behandlung durch Wahlarzt oder Primar im Spital, üblicherweise finanziert über eine private Krankenzusatzversicherung.
TaggeldDas Taggeld ist eine vereinbarte Tagespauschale, die im Versicherungsfall pro Tag ausbezahlt wird, etwa je Tag im Spital oder bei unfallbedingter Arbeitsunfähigkeit, und frei verwendbar ist.