Lexikon · Versicherung

Was ist Versicherungssumme? Einfach erklärt

Die Versicherungssumme ist der vertraglich vereinbarte Höchstbetrag, bis zu dem der Versicherer im Schadenfall leistet. Sie bestimmt maßgeblich Schutzumfang und Prämie.

Die Versicherungssumme ist der Betrag, den Sie und Ihr Versicherer bei Vertragsabschluss festlegen und der die Obergrenze der Leistung im Schadenfall bildet. Über diesen Betrag hinaus zahlt der Versicherer nicht, auch wenn der tatsächliche Schaden höher ausfällt. Die Höhe der Versicherungssumme richtet sich nach dem Wert dessen, was abgesichert werden soll, und beeinflusst zugleich die Höhe der Prämie. In der Haftpflichtversicherung spricht man statt von der Versicherungssumme meist von der Deckungssumme, gemeint ist im Kern dasselbe: die vereinbarte Leistungsgrenze des Versicherers.

Ein Beispiel aus dem Alltag

Familie Steiner aus Wien-Simmering versichert ihren Hausrat und legt dabei eine Versicherungssumme fest, die dem Wert ihrer Einrichtung entsprechen soll. Nach einem Wohnungsbrand stellt sich heraus, dass Möbel, Elektronik und Kleidung über die Jahre deutlich mehr wert geworden sind, als in der Polizze eingetragen war. Weil der tatsächliche Wert die vereinbarte Versicherungssumme übersteigt, ersetzt der Versicherer den Schaden nur anteilig. Hätten die Steiners ihre Versicherungssumme regelmäßig an den gestiegenen Wert angepasst, wäre der Schaden in voller Höhe gedeckt gewesen.

Warum das für Sie wichtig ist

Die Versicherungssumme entscheidet darüber, wie viel Schutz Sie im Ernstfall tatsächlich haben. Ist sie zu niedrig angesetzt, droht eine Unterversicherung und Sie bleiben auf einem Teil des Schadens sitzen. Ist sie zu hoch, zahlen Sie eine Prämie für Leistungen, die Sie nie in Anspruch nehmen können. Es lohnt sich daher, die vereinbarte Summe von Zeit zu Zeit zu prüfen und an veränderte Werte anzupassen. Als Versicherungsvermittler unterstützen wir Sie dabei, die passende Versicherungssumme für Ihre Situation zu ermitteln.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Versicherungssumme und Deckungssumme?

In vielen Sparten werden die beiden Begriffe synonym verwendet und meinen die vereinbarte Leistungsgrenze des Versicherers. In der Haftpflichtversicherung spricht man üblicherweise von der Deckungssumme, weil dort kein fester Sachwert, sondern ein möglicher Anspruch Dritter abgesichert wird. Der Kerngedanke bleibt in beiden Fällen gleich: Es ist der Höchstbetrag, den der Versicherer zahlt.

Was passiert, wenn die Versicherungssumme zu niedrig gewählt ist?

Liegt der tatsächliche Wert über der vereinbarten Versicherungssumme, spricht man von Unterversicherung. In diesem Fall kann der Versicherer den Schaden nur anteilig ersetzen, selbst bei einem Teilschaden. Deshalb ist es sinnvoll, die Versicherungssumme regelmäßig zu überprüfen und an veränderte Werte anzupassen.

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