Was ist Progression? Einfach erklärt
Die Progression ist eine Regelung in der Unfallversicherung, bei der die Leistung ab hohen Invaliditätsgraden überproportional steigt und so schwere Fälle stärker absichert.
Die Progression ist eine Regelung in der privaten Unfallversicherung, die dafür sorgt, dass die Leistung bei hohen Invaliditätsgraden überproportional ansteigt. Während die Auszahlung bei leichten Dauerfolgen dem festgestellten Invaliditätsgrad entspricht, wächst sie ab bestimmten Schwellen deutlich schneller als der Invaliditätsgrad selbst. Übliche Progressionsstaffeln reichen etwa von 225 % bis 500 %: Der Prozentsatz beschreibt, auf welchen Anteil der Versicherungssumme die Leistung bei sehr schwerer Invalidität maximal anwachsen kann. Die Idee dahinter ist, gerade die schwersten Fälle stärker abzusichern, weil hier der finanzielle Bedarf – etwa durch Umbauten, Pflege oder dauerhaften Verdienstausfall – am größten ist.
Ein Beispiel aus dem Alltag
Stellen Sie sich Herrn Berger aus Wien-Favoriten vor, der auf dem Heimweg von der Arbeit schwer stürzt. Nach Abschluss der Behandlung stellen die Ärzte eine hohe dauernde Invalidität fest. Hätte seine Unfallversicherung keine Progression, würde die Leistung schlicht dem festgestellten Invaliditätsgrad entsprechen. Mit einer vereinbarten Progression fällt die Auszahlung bei diesem hohen Invaliditätsgrad jedoch spürbar höher aus, weil die Leistung ab der vereinbarten Schwelle überproportional wächst. Für Herrn Berger bedeutet das mehr finanziellen Spielraum, um seine Wohnung barrierefrei umzubauen und den Einkommensausfall abzufedern.
Warum das für Sie wichtig ist
Schwere Unfallfolgen sind selten, aber gerade sie stellen Betroffene vor die größten Herausforderungen. Die Progression sorgt dafür, dass Ihr Versicherungsschutz genau dort am stärksten greift, wo Sie ihn am dringendsten brauchen. Beim Abschluss lohnt es sich, nicht nur auf die Versicherungssumme, sondern auch auf die vereinbarte Progressionsstaffel zu achten, denn beide bestimmen gemeinsam die tatsächliche Höhe der Leistung. Wenn Sie unsicher sind, welche Progression zu Ihrer Lebenssituation passt, können Sie sich bei der Auswahl eines passenden Tarifs von uns als Versicherungsvermittler in Wien unterstützen lassen.
Häufige Fragen
Was bedeutet eine Progression von 225 % oder 500 %?
Der Prozentsatz gibt an, auf welchen Anteil der Versicherungssumme die Leistung bei sehr schwerer Invalidität maximal anwachsen kann. Bei niedrigen Invaliditätsgraden wirkt sich die Progression kaum aus, erst ab bestimmten Schwellen steigt die Leistung überproportional. Eine höhere Progressionsstaffel bedeutet also eine stärkere Absicherung gerade der schwersten Unfallfolgen.
Lohnt sich eine höhere Progression für mich?
Das hängt von Ihrer persönlichen Situation ab, etwa davon, wie hoch Ihr finanzieller Bedarf bei schweren Dauerfolgen wäre. Eine höhere Progression stärkt vor allem die Absicherung bei schwerer Invalidität, während leichte Fälle weitgehend unberührt bleiben. Sinnvoll ist es, Versicherungssumme und Progressionsstaffel gemeinsam zu betrachten, um ein stimmiges Gesamtbild zu erhalten.
Verwandte Begriffe
Die private Unfallversicherung zahlt bei bleibenden Unfallfolgen eine Kapitalleistung – weltweit, rund um die Uhr, in Beruf und Freizeit, anders als die gesetzliche Absicherung.
Dauernde InvaliditätDauernde Invalidität ist eine nach einem Unfall bleibende körperliche oder geistige Beeinträchtigung. In der privaten Unfallversicherung bemisst man daraus über die Gliedertaxe die Leistung.
GliedertaxeDie Gliedertaxe ist eine Tabelle in der Unfallversicherung, die jedem Körperteil einen festen Invaliditätsprozentsatz zuordnet und so die Höhe der Leistung bei bleibenden Schäden bestimmt.
VersicherungssummeDie Versicherungssumme ist der vertraglich vereinbarte Höchstbetrag, bis zu dem der Versicherer im Schadenfall leistet. Sie bestimmt maßgeblich Schutzumfang und Prämie.